InnoMeas RMS Systeme

InnoMeas RMS Systeme sind als eigenständige komplette Messstationen ausgelegt. Alle notwendigen Vorgänge wie Zu- und Abführung der Prüfteile, schneller Vorabtest und präzise Detailmessung, etc. werden autark von den eingebauten Steuersystemen gestartet und überwacht. Die Ausgabe von Resultaten geschieht im Bediener-Dialog und/oder per Datentransfer zu einer übergeordneten Datenverarbeitung.

Das Auflegen und Entnehmen der Prüfteile kann per Hand oder von Robotern erfolgen. InnoMeas RMS Systeme können selbstverständlich auch in automatisierte Prozesseinheit eingebunden werden.

1: Messkammer
2: Zuführstation
3: Prüfteil (hier: Leichtmetallfelge)
4: Überwachungsmonitor für die Position und Zentrierung des Prüfteils
5: Lichtvorhang als Sicherheitsvorrichtung
6: Drucktastenfeld für das Bedienerpersonal
7: Handscanner für Identifizierung des Prüfteils
8: Display für die Ausgabe von Messwerten

Die Messkammer

Das Prüfteil wird automatisch in die Messkammer geführt und dort auf einer genauen Positioniereinrichtung abgelegt (z.B. einer Drehachse für weitest gehend zylindrische Prüfteile).

Ein speziell eingerichteter Messablauf wird gestartet. Üblicherweise besteht dieser Ablauf aus einer auf die Prüfaufgabe ausgelegten Sequenz von Einzelmessungen, z.B. eine komplette Vorab-Messung des gesamten Prüfkörpers gefolgt von einzelnen präzisen Messungen von Detailbereichen. Zwischenergebnisse werden graphisch dargestellt und – falls gefordert – mit Referenz-Werten verglichen. In einer Messkammer können verschiedene optische Messmethoden (z.B. Triangulation, Durchlichtverfahren, etc.) zum Einsatz kommen und miteinander verglichen werden.

Die Endergebnisse werden auf dem Monitor dargestellt und gespeichert als lokale Werte und/oder als über den jeweiligen Prüfbereich gemittelte Werte. Lokale Überschreitungen von Sollwerten können graphisch und nummerisch angezeigt und gespeichert werden. Toleranzwerte sowie Warngrenzen können für jeden Messprozess vorgegeben werden. Deren Verletzung wird am Monitor graphisch und nummerisch angezeigt.

Exemplarischer Aufbau einer Messkammer:

Vorabinspektion:

1: Beleuchtungseinheit
2: Kamera für die Bildverarbeitung (Detail-Messung)

Präzisionsmessung:

3: Telezentrische Beleuchtungseinheit
4: Telezentrisches Bilderfassungssystem

Positionierung:

5: Drehachse mit Aufnahme für das Prüfteil
6: Traversier-Einheit für die Höhenjustierung

Die Zuführ-Station

Besonders wenn die Zu- und Abführung von Prüfteilen per Hand durch einen Bediener erfolgt, muss eine präzise Positionierung des Prüfteils durch das Messsystem selbst erfolgen. Das kann oft nicht in der Messkammer erfolgen, da hier viel Platz für die Ausleuchtung und für erforderliche Abbildungswinkel und –abstände nötig ist. Zusätzlich muss die Messkammer vor Umgebungslicht geschützt werden. Außerdem ist ein Schutz vor weiteren Umgebungseinflüssen wie Staub oder Erschütterungen erforderlich. Daher wird meistens die Messkammer von der Teilezuführung getrennt. Das erlaubt auch die Einhaltung von Sicherheitsvorschriften und eine ergonomische Bedienung speziell bei schweren Prüfteilen. Die Prüfteile werden auf einem frei zugänglichen Lade- bzw. Entnahmetisch abgelegt oder entnommen.
Genaue Positionierung und Beschickung bzw. Entladung der Messkammer erfolgt dann automatisch unter System-Kontrolle.

Mögliche Auslegung einer Ladestation:

1: Ladetisch zum Ablegen und Entnehmen des Prüfteils
2: Prüfteil-Halter für die Zu- und Abführung von Prüfteilen (in abgesenkter Position)
3: Aktuator für die genaue Positionierung des Prüfteils auf dem Halter
4: Kontrollmonitor für die Prüfteil-Position
5: Messkammertür (geöffnet)
6: Tastenfeld für den Bediener
7: Lichtvorhang für die Bediener-Sicherheit
8: Handscanner zur Identifizierung der Prüfteile.

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