• Auswertung

    In einem Messvorgang muss neben der physikalischen Messwertaufnahme eines zu messenden Merkmals eines Prüfkörpers auch die Auswertung der Messdaten betrachtet werden. Durch Mittelung oder Reduzierung von Messwertmengen kann das Messergebnis selbst beeinflusst werden.
  • Diodenlaser

    Das aktive Material einer Laserdiode sind geeignete Halbleiter mit entsprechender n- oder p-Dotierung. Das Laser-Licht entsteht durch stimulierte Rekombination von Elektronen und Löchern im kombinierten p-n-Halbleiterkristall. Für die stimulierte Emission ist eine Rückkopplung des Lichts in den Kristall erforderlich, die durch teilreflektierende Endflächen des Kristalls bewerkstelligt wird. 
Für den Laserbetrieb ist eine Inversion erforderlich, d.h. es müssen mehr Elektronen als Löcher zur Verfügung stehen. Das man erreicht durch Anlegen einer ausreichenden Spannung.
  • Formtolerenz

    Zwischen den idealen geometrischen Massvorgaben eines Bauteils aus dessen Konstruktion und dessen realen geometrischen Beschaffenheiten liegen meist produktionsbedingte Abweichungen. Um ausreichende Verfügbarkeit und Austauschbarkeit sowie letzten Endes auch akzeptable Produktionskosten zu erreichen, werden Toleranzwerte vorgegeben. Diese können die Form oder auch die Lage des Bauteils betreffen. Einige Beispiele für Formtoleranzen: Geradheit: 
Die Achse eines zylindrischen Bauteils muss sich innerhalb eines vorgegebenen Zylinders befinden. Ebenheit: 
Die betrachtete Fläche eines Bauteils muss sich zwischen zwei parallelen Ebenen mit vorgegebenen Abstand befinden. Rundheit: 
Alle Schnittebenen eines zylindrischen Bauteils, die senkrecht zur Mittelachse stehen, müssen sich zwischen zwei konzentrischen Kreisen mit vorgegebenen Radien liegen.(siehe auch Minimumkreis). Zylinderform: 
Die Mantelfläche eines zylindrischen Bauteils muss zwischen zwei konzentrischen Zylindern mit vorgegebenen Radien liegen.  
  • GBD

    GBD ist eine Abkürzung für Gap Bulk Density und bezeichnet die effektive Dichte der Substratmatte, die sich zwischen dem metallischen Rohrmantel und dem Monolithen befindet.
  • Hüllkreis

    Ein Hüllkreis, auch kleinster umschriebener Kreis, ist der Kreis mit dem kleinsten Durchmesser, der die Messpunktwolke berührt.
  • Kalibrierung

    Eine Kalibrierung kann durch eine Kalibriermessung erfolgen. Dies ist eine Messung an einem speziell hierfür geschaffenen Kalibrierteil mit anschließender Auswertung und Soll-Ist-Vergleich. Aus den Differenzen zwischen dem Messergebnis und den bekannten Nominalwerten des Kalibrierteils können Korrekturwerte bestimmt werden, um die in der Mess-Anlage hinterlegten Kalibrier-Parameter so zu modifizieren, dass bei einer nachfolgenden Kalibriermessung die Messwertabweichungen minimiert sind. Ein Kalibrierteil ist ein Prüfling mit einer speziellen Geometrie, die es ermöglicht, diverse Kalibrier-Parameter der Anlage vollautomatisch zu bestimmen bzw. zu optimieren. Das Kalibrierteil wird hierzu vorab durch ein zertifiziertes Messlabor an festgelegten Stellen hinsichtlich diverser Geometrie-Parameter gemessen. Die Ergebnisse dieser Referenz-Messung werden dann typischerweise in der Mess-Vorlage für die Kalibrier-Messung hinterlegt und dienen im Folgenden als Vergleichs- oder Referenzwerte.
  • Laser-Linien-Triangulation

    Statt eines Punktreflexes wird der Laserstrahl zu einer Linie auf geweitet. Das reflektierte Licht wird auf einen Matrixsensor (z.B. CCD-Feld) abgebildet. Es stehen im Unterschied zur Punkttriangulation zwei Ortskoordinaten zur Verfügung. Eine Koordinate ist die Messgröße für den Objektabstand (siehe Laser-triangulation). Die andere dazu senkrecht angeordnete Ortskoordinate enthält eine Information über Oberflächenkontur. Bei geeigneter Kalibrierung können beide Messgrößen quantitativ ausgewertet werden. In den InnoMeas CMS Systemen wird die Laser-Linien-Triangulation benutzt um neben dem Umfang oder Durchmesser auch Unebenheiten oder Fehler der Mantelfläche und/oder Kantenfehler zu messen. Rechtwinkligkeit und Parallelität der Endflächen können ebenso begutachtet werden.
  • Laser-Triangulation

    Triangulation ist die Abstandsberechnung mittels Winkelfunktionen. Bei der Lasertriangulation wird ein Laserstrahl auf das Objekt, dessen Abstand zum Lasersensor bestimmt werden soll, fokussiert. Das reflektierte Licht gelangt auf einen ortsempfindlichen Empfänger (z.B. CCD-Zeile). Ändert sich der Abstand, so ändert sich der Winkel unter dem das Licht reflektiert wird und damit der Ort des Reflexes auf dem Empfänger. Diese Ortsänderung kann kalibriert werden und so die zu messenden Abstände quantitativ ausgewertet werden.
  • Laserschutzklasse

    Unterteilung entsprechend der Gefährlichkeit der Laser in Schutzklassen von 1 bis 4, wobei es zusätzlich Unterklassen gibt. Bis Klasse 2 gilt die emittierte Laserstrahlung als augensicher. Ab Klasse 3R muss der Betreiber einen Laserschutzbeauftragten bereitstellen und der Betrieb der Laser muss gemeldet werden. InnoMeas Systeme von Qsigma benutzen Laser bis einschließlich Laserklasse 2. Das bedeutet, dass austretende Laserstrahlung auch für das Auge bei einer Bestrahlungsdauer bis 0,25 Sekunden (das entspricht der Reaktionszeit des Lidschlussreflexes) unschädlich ist. Diese Geräte werden als ungefährlich eingestuft, solange keine Medikamenten-Einwirkung die Reaktionszeit der Augen wesentlich erhöht.
  • Mattenanpressdichte

    siehe GBD
  • Mess-Datei

    Eine Mess-Datei besteht nicht nur aus den Messwerten einer durchgeführten Messung, sondern enthält zusätzlich auch Vorgabewerte, Nominal-Werte und Toleranzen des Bauteil-Typs, das gemessen wird. Dazu mindestens einen Test-Plan, Parameter, die die Messung festlegen und weitere Informationen, die die Darstellung der Messung vorgeben.
  • Messmittelfähigkeitsuntersuchung

    Fachbegriff aus dem Qualitätsmanagement, der die Tauglichkeit eines Messgerätes beschreibt. Bei einer Messsystem-Analyse legt man die eine Normalverteilung der Messwerte (ein bekanntes Prüfteil wird mehrfach gemessen) zu Grunde. Messmittelpotential Cg
: definiert als der Quotient: Toleranzbreite / Messwertstreubreite, wobei die Messwertstreubreite als 6-fache Standardabweichung der Messwerte festgelegt wird. Das Messmittelpotential liefert eine Aussage über die prinzipielle Tauglichkeit einer Messeinrichtung. Messmittelfähigkeitsindex: beurteilt zusätzlich die Lage des Mittelwerts der Messwertverteilung. Cgo = (obere Toleranzgrenze - Mittelwert der Messwertverteilung)/ halbe Messwertstreubreite Cgu = (Mittelwert der Messwertverteilung– untere Toleranzgrenze)/ halbe Messwertstreubreite
. Man benutzt den kleineren dieser beiden Werte, der als Cgk bezeichnet wird.
  • Messsystemanalyse

    Überprüfung der Messwert-Varianz eines Messsystems. Genauigkeit und Wiederholpräzision Ein bekanntes Normal oder Kalibrierteil wird mehrfach (50 oder 25 mal) auf die Messanlage gestellt und gemessen. Aus der Messwertverteilung werden die Indizes Cg und Cgk bestimmt. Gage R&R Es wird die Wiederholpräzision (repeatability) und die Vergleichspräzision (reproducibility) eines Messmittels untersucht. Es werden 10 Prüfteile jeweils von drei Bedienern gemessen. Für jeden Bediener wird ein Mittelwert und die mittlere Differenz zwischen größtem und kleinstem Messwert (=Spannweite) errechnet. Der Gesamtmittelwert der Spannweiten erlaubt eine Aussage über die Wiederholpräzision, während die Vergleichspräzision aus der Differenz des größten und kleinsten Bedienermittelwerts ermittelt wird
  • Methode der kleinsten Fehlerquadrate

    Auswertungsmethode, die an eine Datenpunktwolke eine bestmöglich passende Kurve anpasst (anfittet). Dabei kann die Kurvenform vorgewählt werden. Für jeden Punkt wird der Abstand zu dieser Anpassungskurve berechnet. Die Anpassungskurve wird solange verändert bis die Summe der Abstandsquadrate minimal wird.
  • Minimumkreis

    Auch "Tschebischew Kreis" genannt. Besteht aus zwei konzentrischen Kreisen deren Durchmesserdifferenz minimal ist und die innen und außen die Messpunktwolke berührend einschließen. Der Minimumkreis wird bei technischen Prüfmethoden zur Rundheitsbestimmung verwendet.  
  • Prozessfähigkeitsuntersuchung

    Fachbegriff aus dem Qualitätsmanagement der die Tauglichkeit eines Produktionsprozesses wiedergibt. Es wird das Verhältnis der Häufigkeitsverteilung eines messbaren Qualitätsmerkmals zu der für dieses Merkmal vorgegebenen Toleranz untersucht. Ausgegangen wird meist von normalverteilten Messergebnissen des betreffenden Merkmals. Prozesspotential Cp definiert als der Quotient: Toleranzbreite / Prozessstreubreite, wobei die Prozessstreubreite meist als 6-fache Standardabweichung des untersuchten Merkmals definiert wird. Das Prozesspotential ist ein Hinweis auf die Qualitätsfähigkeit eines Produktionsprozesses. Prozessfähigkeitsindex beurteilt zusätzlich noch die Lage des Mittelwerts der Messungen des zu untersuchenden Merkmals. Cpo = (obere Toleranzgrenze-Prozessmittelwert)/ halbe Prozessstreubreite Cpu = (Prozessmittelwert – untere Toleranzgrenze)/ halbe Prozessstreubreite. 
Man benutzt den kleineren dieser beiden Werte, der als Cpk bezeichnet wird.
  • qs-STAT

    Software der Firma QDAS (www.q-das.de), die vorwiegend bei Automobil-Herstellern und deren Zulieferern flächendeckend eingeführt wurde, um statistische Auswertungen (z.B. Prozessfähigkeit, Messmittelfähigkeit) von Messwerte durchzuführen. InnoMeas-Systeme können mit einem Datenexport-Modul für qs-STAT ausgerüstet werden.
  • Richtungstoleranz

    Parallelität: Eine Achse eines Bauteils muss in einem Zylinder mit vorgegebenen Radius liegen der parallel zur jeweiligen Bezugsachse ist. Rechtwinkligkeit: Eine Achse eines Bauteils (z.B. die Mittelachse eines zylindrischen Bauteils) muss in einem zur Bezugsfläche senkrecht stehenden Zylinder mit vorgegebenen Radius liegen.
  • Schattenriss-Messung

    Auch Durchlichtverfahren genannt. Das zu prüfende Teil wird von einer Seite beleuchtet. Sein Schatten wird entweder direkt auf eine Kamera abgebildet oder auf einen Schirm projiziert und von dort aufgenommen. Nur der Schattenriss des Prüfteils wird analysiert. Für Beleuchtung und Abbildung werden oft telezentrische Optiken eingesetzt. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt in seiner Detail-Genauigkeit und in seiner hohen Kontraststärke.
  • SPC-Messung

    Eine SPC-Messung (SPC steht für Statistical Process Control) ist eine Kontroll-Messung, um die Messmittelfähigkeit der Messanlage zu überprüfen. Hierzu wird i.d.R. ein SPC-Teil verwendet, das anstelle eines normalen Prüflings gemessen wird. Anhand des Vergleichs des Messergebnisses mit den Informationen, die vom SPC-Teil bekannt sind, kann entschieden werden, ob die Anlage weiter betrieben werden kann oder eine Kalibrierung der Mess-Anklage erforderlich ist. Als SPC-Teil kann ein normaler Prüfling verwendet werden, der vorab mit der kalibrierten Messanlage gemessen wurde. Die erhaltenen Messergebnisse werden typischerweise in der Mess-Vorlage für die SPC-Messung als Nominalwerte hinterlegt.
  • Telezentrische Optik

    Telezentrische Optiken werden in der Regel verwendet, um Objekte ohne perspektivische Verzerrung zu erfassen. Das gelingt durch die Erzeugung eines parallelen Strahlengangs. Dadurch bleibt die Bild-Größe bei einer Abstandsänderung entlang der optischen Achse unverändert. Telezentrische Objektive können sowohl zur Beleuchtung als auch zur Abbildung eines Objekts benutzt werden.